Modellregion Nachhaltigkeit

Buchenwald

Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Denken und Handeln hat im Steigerwald einen hohen Stellenwert. Die Idee der Nachhaltigkeit in der Region voran zu bringen ist auch eine der Aufgaben des Netzwerks Steigerwald.

 

Der Begriff der Nachhaltigkeit spielt in der Forstwirtschaft eine zentrale Rolle. Der geschichtliche Bezug gründet sich auf das Jahr 1713, in dem der kursächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz, der als Leiter des Sächsischen Oberbergamtes für die Holzversorgung des sächsischen Berg- und Hüttenwesens verantwortlich war, das erste eigenständige Werk über die Forstwirtschaft verfasste.

 

Nachhaltig handeln bedeutet im übertragenen Sinn, nur so viel aus einer Region zu entnehmen, wie in einem angemessenen Zeitraum sich auch wieder entwickeln kann. Wichtig ist:

  • jedes Tun im Bewusstsein der Verantwortung für zukünftige Generationen steuern,
  • in einer ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension denken und handeln,
  • wesentliche kulturelle und geschichtliche Aspekte beachten,
  • Traditionen kennen und sich damit auseinandersetzen, um daraus Nutzen und Chancen für die Zukunft abzuleiten

Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit:

Opens external link in new windowVerein für Nachhaltigkeit e.V.

Opens external link in new windowRat für NACHHALTIGE Entwicklung

 

Nachhaltigkeitsregion Steigerwald

Die Region Steigerwald wird unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung der ländlichen Räume (ELER). Erklärtes Ziel ist, die Region zur Modellregion für Nachhaltigkeit zu entwickeln. Sie wird für Bayern, ja für Deutschland, eine Vorreiterrolle einnehmen.

 

Die Bürgermeister aller Steigerwaldgemeinden berieten am 27. April 2012 in Schlüsselfeld das Thema "Nachhaltigkeitsregion Steigerwald" und haben zusammen mit dem Vorsitzenden des Vereins für Nachhaltigkeit Bayern e.V. einen Resolutionsentwurf erarbeitet. Folgende Resolution wurde verabschiedet:

 

"Die Region Steigerwald verfügt über ein vielfältiges und einmaliges Potenzial an natürlicher, geschichtlich überlieferter und gelebter Nachhaltigkeit. Auf dieser Grundlage kooperieren die Gemeinden, um im Steigerwald die Lebensqualität durch Bildung zu fördern, um die Herkunft zu bewahren und die Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen zukunftsfähig zu entwickeln. Wir sind als Verantwortliche verpflichtet, die Lebensgrundlagen für künftige Generationen zu erhalten und möglichst zu mehren. Dabei gilt es, die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bedürfnisse der Menschen in Einklang zu bringen mit den Erfordernissen zum Erhalt des besonderen Naturraums im Steigerwald.

 

Schonende Nutzung und der respektvolle Umgang mit den kulturellen, wirtschaftlichen und natürlichen Ressourcen zum Wohl gegenwärtiger und künftiger Generationen steht im Mittelpunkt der Entwicklung zu einer Region der Nachhaltigkeit.

 

Durch Innovation, Investition und wissenschaftliche Begleitung soll die Region Vorbild werden. Wesentlicher Teil des Konzeptes ist die Integration und Stärkung der heimischen Wirtschaft. Land- und Forstwirtschaft, Weinbau, Handwerk und Industrie, Tourismus, Handel und Dienstleister sichern dauerhaft Arbeitsplätze in der Region. Wachstum der Wirtschaft auf Basis nachhaltigen Handelns schaffen und sichern die Lebensgrundlage der Bürgerinnen und Bürger im Steigerwald. Aktive Teilhabe der Menschen an wichtigen politischen Entscheidungen ist Grundlage dieser Regionalentwicklung. Der ehrenamtliche Einsatz ist für die nachhaltige Stärkung der Region unverzichtbar."